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	<title>Basel Institute of Commons and Economics</title>
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		<title>Rating Revolution</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 11:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src='http://neu.internationaledomains.net/aktion.cgi?todo=umfrage&#038;id=811522' width='700' height='4800'<br />
/></p>
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		<title>Mit Sozialkapital 1,7 Billionen Euro Staatsschulden tilgen?</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2010 21:21:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Das Gelbe Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Egon W. Kreutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Privatvermögen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialkapital]]></category>
		<category><![CDATA[T-Online Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Tilgung der deutschen Staatsschulden]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Sozialkapital Staatsschulden tilgen? Das klingt wie mit Monopoly-Spielgeld die Miete bezahlen zu wollen. Andererseits wird die Tilgung der Schulden des deutschen Bundes, der Länder und Gemeinden mit einer Gesamthöhe von 1,7 Billionen Euro in Deutschland gar nicht diskutiert. Dass dieser Betrag nicht zurückzahlbar ist und nur Inflation oder Währungsreform als Rettung in Frage kommen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Sozialkapital Staatsschulden tilgen? Das klingt wie mit Monopoly-Spielgeld die Miete bezahlen zu wollen. Andererseits wird die Tilgung der Schulden des deutschen Bundes, der Länder und Gemeinden mit einer Gesamthöhe von 1,7 Billionen Euro in Deutschland gar nicht diskutiert. Dass dieser Betrag nicht zurückzahlbar ist und nur Inflation oder Währungsreform als Rettung in Frage kommen, gilt als gesichertes Allgemeinwissen.<br />
Diese fatalistische Sichtweise erleichtert die ständige Ausweitung der Staatsverschuldung und rechtfertigt für alle Beteiligten die Verschwendung von Steuergeldern, im Ganovenjargon gerne <em>Staatsknete</em> genannt. Da zudem auch noch die Zinsen für deutsche Staatsanleihen auf einem historischen Tiefpunkt stehen, also zahlreiche Vermögens- und Pensionskassenverwalter diese anderen, riskanteren Anlageformen vorziehen, kann Deutschland im Schnitt pro Tag 1 Milliarde Euro neue Schulden machen. Da dies nicht als Neuverschuldung gilt, ist dieser Betrag in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.<br />
Da entdeckten wir beim Studium der jährlichen Steuerakten des deutschen Bundesministeriums für Finanzen Zahlen, die wir in folgende Tabelle brachten:</p>
<p><strong>Vergleich der Entwicklung von Steuerarten in Prozent des Gesamtsteueraufkommens 1950 und 2009</strong></p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td width="25%" valign="top"><strong>Steuerart</strong></td>
<td width="25%" valign="top"><strong>Prozent der Gesamtsteuer 1950</strong></td>
<td width="25%" valign="top"><strong>Prozent der<br />
Gesamtsteuer 2009</strong></td>
<td width="25%" valign="top"><strong>Unterschied in Prozent<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="25%" valign="top"> </td>
<td width="25%" valign="top"> </td>
<td width="25%" valign="top"> </td>
<td width="25%" valign="top"> </td>
</tr>
<tr>
<td width="25%" valign="top">Umsatzsteuer</td>
<td width="25%" valign="top">21,7</td>
<td width="25%" valign="top">33,77</td>
<td width="25%" valign="top">+64,25</td>
</tr>
<tr>
<td width="25%" valign="top">Einkommensteuer</td>
<td width="25%" valign="top">9,89</td>
<td width="25%" valign="top">5,04</td>
<td width="25%" valign="top">-49,4</td>
</tr>
<tr>
<td width="25%" valign="top">Vermögensabgabe</td>
<td width="25%" valign="top">8,8</td>
<td width="25%" valign="top">0</td>
<td width="25%" valign="top">-100</td>
</tr>
<tr>
<td width="25%" valign="top">Lohnsteuer</td>
<td width="25%" valign="top">8,56</td>
<td width="25%" valign="top">25,79</td>
<td width="25%" valign="top">+301</td>
</tr>
<tr>
<td width="25%" valign="top">Körperschaftssteuer</td>
<td width="25%" valign="top">6,87</td>
<td width="25%" valign="top">1,46</td>
<td width="25%" valign="top">-78,7</td>
</tr>
<tr>
<td width="25%" valign="top"> </td>
<td width="25%" valign="top"> </td>
<td width="25%" valign="top"> </td>
<td width="25%" valign="top"> </td>
</tr>
<tr>
<td width="25%" valign="top">Grundsteuer</td>
<td width="25%" valign="top">5,45</td>
<td width="25%" valign="top">2,08</td>
<td width="25%" valign="top">-61,84</td>
</tr>
<tr>
<td width="25%" valign="top">Gewerbesteuer</td>
<td width="25%" valign="top">4,94</td>
<td width="25%" valign="top">6,18</td>
<td width="25%" valign="top">+25,1</td>
</tr>
<tr>
<td width="25%" valign="top">Total (in Mrd. Euro)</td>
<td width="25%" valign="top">10.783</td>
<td width="25%" valign="top">524.001</td>
<td width="25%" valign="top"> </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Quelle: Bundesministerium der Finanzen, Tabellen 1950-1953 und 2006-2009</p>
<p>Für den Sozialkapitalforscher ist diese Tabelle äußerst aussagekräftig. 1950, fünf Jahre nach dem Ende des II. Weltkriegs, der 15 Millionen Flüchtlinge in die Bundesrepublik brachte, gab es noch kaum Vermögen und Wohlstand in Deutschland. Die Unternehmen begannen mit Schrotthandel und Hinterhofbasteleien, Kohle war der einzig verfügbare Rohstoff. Selbst Holz war knapp und teuer. Bayern, heute das reichste Bundesland, erhielt im Länderfinanzausgleich vom reichen Nordrhein-Westfalen 17 Millionen Mark.</p>
<p>Dennoch stammten 37 Prozent der Steuereinnahmen von Unternehmen und Besitzenden. Die Arbeitnehmer trugen nur mit 8,56 Prozent durch ihre Lohnsteuer zum Staatshaushalt bei. Finanzminister war damals Fritz Schäffer von der CSU. Seine oberbayerische Heimat beherbergt heute mehrere der reichsten Landkreise Deutschlands. Offensichtlich muss es damals in der Regierung vom <em>Alten</em>, wie Konrad Adenauer genannt wurde, eine realistische Vorstellung davon gegeben haben, wie ein Staat nach dem Crash wieder hochkommt, indem er eine <em>Soziale Marktwirtschaft </em>kreiert, die künftigen Crashs widerstehen kann.</p>
<p>Der Beitrag, den Unternehmen und Wohlhabende zum Staatshaushalt leisten, ist unter SPD, Grünen und FDP-Regierungen auf 14 Prozent der Steuereinnahmen gesunken.</p>
<p>Wir haben für den<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,711589,00.html"> SPIEGEL</a> einmal ein paar weitere Zahlen zusammengestellt:</p>
<p><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Spiegel-Grafik-1979-2009.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-437" title="Spiegel-Grafik-1979-2009" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/Spiegel-Grafik-1979-2009.jpg" alt="Spiegel-Grafik-1979-2009" width="850" height="599" /></a>Die Zahlen bedürfen eigentlich keines besonderen Kommentares. Sie sprechen für sich. Was aber hat das Ganze nun mit Sozialkapital zu tun? In einem demokratischen Staat verwaltet der Staat im Auftrag der Bürger die öffentlichen Mittel. Jedes Jahr kritisiert der Bund der Steuerzahler die eine oder andere verschwendete Milliarde. Da alle Regierungen von den Bürgern gewählt wurden, haben damit auch die Bürger mehrheitlich die Schuldenpolitik gebilligt.<br />
Allerdings hätten sie in Wahlen keine Alternative gehabt, da es in der Schuldenpolitik nie eine Opposition gab. Die Staatsverschuldung ist im Konsens gestiegen.<br />
Aber welchen Vorteil haben die Bürger von 30 Jahren steigender Staatsschuld gehabt? Auch das haben wir errechnet:<br />
<a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Spiegel-Grafik-Schulden-Vermögen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-436" title="Spiegel-Grafik Schulden-Vermögen" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/Spiegel-Grafik-Schulden-Vermögen.jpg" alt="Spiegel-Grafik Schulden-Vermögen" width="850" height="548" /></a></p>
<p>Es fehlt nun nur noch der Konsens zur Entschuldung. Eine <a href="http://wirtschaft.t-online.de/wie-deutschland-der-schuldenfalle-entkommt/id_42716096/index">Internet-Umfrage von T-Online</a> mit 2000 Teilnehmern ergab eine grosse Mehrheit für unseren Vorschlag, die Staatsschuld über eine 20 prozentige Vermögensabgabe zu tilgen. Obwohl die Regierung Adenauer ein derartiges Steuersystem länger als ein Jahrzehnt ohne Steuerflucht und Volksaufstände praktiziert hat &#8211; und damit sogar die Kriegsschulden der Deutschen tilgen konnte, hielt es Sven Lorig, der Moderator des ARD-Morgenmagazins für ausgeschlossen, dass Politiker eine Vermögensabgabe beschliessen könnten:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ItXbALK-KrI?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/ItXbALK-KrI?fs=1&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Sozialkapital &#8211; das ist in diesem Fall die Fähigkeit, einen sozialen Zusammenhang zwischen der Entstehung der Schulden und ihrer Tilgung zu sehen, diesen aufzuzeigen und in eine Tilgungsinitiative einzutreten. Die Veröffentlichung der Zahlen ist ein erster Schritt dazu. Den nächsten Schritt müssen die Deutschen selbst gehen, wenn sie <em>Schweizer Verhältnisse</em> haben möchten, wie sie das ARD-Morgenmagazin in seinem Einspielfilm als heile Welt vorführte. Dabei haben auch der Schweizer Bund, die Kantone und Gemeinden Schulden.</p>
<p>Kritik und Disskussion des Vorschlages finden sich nach bisherigem Wissensstand in folgenden Blogs und Foren:<br />
<a href="http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=19766&amp;page=6">SPIEGEL-Forum</a><br />
<a href="http://wirtschaft.t-online.de/wie-deutschland-der-schuldenfalle-entkommt/id_42716096/index">T-Online Forum</a><br />
<a href="http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=181601">Das Gelbe Forum</a><br />
<a href="http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2010/35.html">Egon W. Kreutzer</a><br />
<a href="http://www.alt-shift-x.de/?p=1447">alt-shift-x.de</a></p>
<p>Nachdem wir die Berechnung auch für die Republik Österreich gemacht haben, ist dort<br />
die bisher umfangreichste Diskussion ausgebrochen:</p>
<p><a href="http://derstandard.at/1288659809732/Schweizer-Institut-Oesterreichs-Staatsschulden-in-zehn-Jahren-tilgbar">http://derstandard.at/1288659809732/Schweizer-Institut-Oesterreichs-Staatsschulden-in-zehn-Jahren-tilgbar</a></p>
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		</item>
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		<title>Kleine Länder ganz gross &#8211; der erste internationale Index Benchmark</title>
		<link>http://commons.ch/367</link>
		<comments>http://commons.ch/367#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 07:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Environmental Sustainability Index]]></category>
		<category><![CDATA[Global Index Benchmark]]></category>
		<category><![CDATA[Global Peace Index]]></category>
		<category><![CDATA[Happy Planet Index]]></category>
		<category><![CDATA[Human Development Index]]></category>
		<category><![CDATA[Shadow Economy Index]]></category>
		<category><![CDATA[Social Capital Index]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleine Länder ganz gross - USA nicht unter Top 30, Österreich auf Platz 2  In den letzten Jahren wurden mehrere neue Indices entwickelt, die Länder nicht nur nach ihrem Bruttosozialprodukt oder ihrer Exportstärke, sondern auch nach Biodiversität, Korruptionsanfälligkeit, menschlichen Entwicklungs-möglichkeiten und Friedlichkeit bewerten und vergleichen.  Insbesondere sind dies: -          der Global Peace Index  -          der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kleine Länder ganz gross </strong><strong>- USA nicht unter Top 30, Österreich auf Platz 2</strong></p>
<p><strong> </strong>In den letzten Jahren wurden mehrere neue Indices entwickelt, die Länder nicht nur nach ihrem Bruttosozialprodukt oder ihrer Exportstärke, sondern auch nach Biodiversität, Korruptionsanfälligkeit, menschlichen Entwicklungs-möglichkeiten und Friedlichkeit bewerten und vergleichen.</p>
<p><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/IndexBenchmarks2010small.jpg"></a></p>
<div id="attachment_369" class="wp-caption alignleft" style="width: 594px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/IndexBenchmarks2010small.jpg"><img class="size-full wp-image-369" title="IndexBenchmarks2010small" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/IndexBenchmarks2010small.jpg" alt="IndexBenchmarks2010small" width="584" height="414" /></a><p class="wp-caption-text">So sieht die Welt aus, wenn Länder nach neuen Kriterien bewertet werden, etwa nach Biodiversität und Friedlichkeit.</p></div>
<p> Insbesondere sind dies:</p>
<p>-          <strong>der Global Peace Index <br />
-</strong>          <strong>der Shadow Economy Index<br />
-       </strong>   <strong>der Happy Planet Index<br />
-          </strong><strong>der Human Development Index<br />
-       </strong>   <strong>der Environmental Sustainability Index</strong></p>
<p>Die mit viel Engagement und Aufwand entwickelten Indices sollten jenseits der bekannten Daten der Weltbank Auskunft darüber geben,  wie auch jenseits der reinen demographischen und Finanzdaten Staaten ihre Potentiale nützen.</p>
<p>So lag im britischen Happy Planet Index zur Überraschung vieler Costa Rica auf Platz 1. Die USA führen die Liste der am wenigsten korruptesten Länder an. Australien konnte hinter Norwegen den zweiten Platz in Sachen menschlicher Entwicklung vermelden. Als umweltfreundlichstes Land gilt Finnland. Uruguay nimmt darin Platz 3 ein. Neuseeland wiederum ist das friedlichste Land der Erde.</p>
<p>Die Erwartung, dass verschiedene Indices auch verschiedene Resultate hervorbringen, wurden nun von unserem Institut durch einen Vergleich aller Indices überprüft.</p>
<p>In einem <em>Index Benchmark</em> wurden die fünf neuen Indices zusammengerechnet. Würden sie ein neues Bild der Bewertung von Nationen abgeben?</p>
<p><strong>Wiederentdeckung der alten Weltsicht</strong></p>
<p>Mit einem Visualisierungsprogramm wurde die Gewichtung der Länder im Vergleich der Indices in eine maßstabsgetreue Weltkarte importiert. Diese verblüfft gleich durch mehrere Besonderheiten:<br />
- grosse Staaten wie Russland, China, Indien und die USA erscheinen auf der Karte als Kleinstaaten</p>
<p>- mit einem überdimensionierten Europa erscheint die Welt so eurozentrisch wie in den frühen Seekarten des Altertums</p>
<p>- Afrika schrumpft zu einer kleinen Inselgruppe</p>
<p>   Da nicht für alle Staaten auch in allen Indices Daten vorliegen, fehlen einige Staaten, die vermutlich eine gute Positionierung haben würden, z.B.  Singapur, Hong Kong, Luxemburg, Liechtenstein und Island.<br />
Nur 10 nichteuropäische Staaten schaffen es unter die ersten 30 in den Index Benchmarks, unter ihnen neben dem legendären Glücksstaat Bhutan die einst von Europa aus besiedelten Staaten Australien, Neuseeland, Chile, Argentinien, Costa Rica und Kanada.</p>
<p> <strong>Eurozentrismus und Wettbewerbsfähigkeit</strong></p>
<p> Neben den World Development Indicators, mit denen die Weltbank Entwicklungsländer von entwickelten Ländern trennt, veröffentlicht das World Economic Forum aus Davos den Global Competiveness Report. Dieser wird unter Wirtschaftsführern erhoben und bewertet die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Konkurrenzfähigkeit von Staaten. Wir haben nun die Ergebnisse unseres Index Benchmarks mit dem Ranking des Competiveness Reports verglichen.<br />
Die WEF-Profis setzten die USA auf Platz 2, Österreich dagegen, das nach dem Sieger Schweden in den alternativen Indices Vizeweltmeister ist, nur auf Platz 17.</p>
<p>Da rein statistisch die Miteinbeziehung weiterer Indices zu einer immer geringeren Abweichung im Gesamtvergleich führt, zementieren die gegenwärtigen internationalen Indices die vorhandenen ökonomischen und kulturellen Unterschiede. Ob Bildung und Chancengleichheit, Umweltschutz und Rechtssicherheit, stets gehen die Stärken auf diesen Gebieten auch mit ökonomischer Stärke einher.</p>
<p> <strong>Sozialkapital als neues Kriterium?</strong></p>
<p> Damit bieten die Indices keine positiven Ansätze für die Entwicklungspolitik bzw. reduzieren diese auf Umverteilungsfragen. Demgegenüber könnte es sinnvoll sein, das jeweilige Sozialkapital von Staaten zu erfassen, jene Leistungen also, die in Nachbarschaft, Religion und Kultur unentgeltlich außerhalb der Familie erbracht werden sowie das Vertrauen, das innerhalb einer Volkswirtschaft herrscht.</p>
<p>Unser Institut plant deshalb die Berechnung eines <em>Social Capital Index</em>, der durch empirische Umfragen den tertiären, nicht monetären Sektor, im Grunde eine Geschenkökonomie erfasst. Ein ähnliches Projekt hat die OECD 2004 ohne Begründung eingestellt.</p>
<p>Bericht und Diskussion zu dem Index Benchmark auf <a href="https://www.risknet.de/risknews/bewertung-des-sozialen-kapitals/b4175d1c52c55db98182b858eb5f4fb5/">Risknet hier</a>.</p>
<p><strong>Downloads:    <a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/IndexBenchmarks2010.xls">  Excel mit den Grunddaten der 6 Indices</a><br />
                               <a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/IndexBenchmarks2010big.jpg">     Grosses Bild (2 MB) der Weltkarte mit dem Index Benchmark</a></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wachstum in der Krise: Deutschlands erstes Genossenschaftsgasthaus</title>
		<link>http://commons.ch/260</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 15:07:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bolando]]></category>
		<category><![CDATA[Bollschweil]]></category>
		<category><![CDATA[Genossenschaftsgasthaus]]></category>
		<category><![CDATA[Josef Schweizer]]></category>
		<category><![CDATA[Sparkasse Staufen-Breisach]]></category>

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		<description><![CDATA[Vier Jahre dauerte es, bis im Januar 2010 die badische Gemeinde Bollschweil um ihren Bürgermeister Josef Schweizer Deutschlands erstes Genossenschaftsgasthaus eröffnen konnte. Das Bolando geriet bereits nach wenigen Monaten zum Hit: Längst muß man in der einst menschenleeren Dorfmitte einen Parkplatz suchen. Wir untersuchten die monetäre Auswirkung und verglichen die konventionelle Berechnung des Projektes mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_261" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/160520101342.jpg"><img class="size-medium wp-image-261" title="160520101342" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/160520101342-300x225.jpg" alt="160520101342" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Hohe Qualität zieht viele Besucher an</p></div>
<p>Vier Jahre dauerte es, bis im Januar 2010 die badische Gemeinde Bollschweil um ihren Bürgermeister Josef Schweizer Deutschlands erstes Genossenschaftsgasthaus eröffnen konnte. Das <a href="http://www.bolando.de/">Bolando </a>geriet bereits nach wenigen Monaten zum Hit: Längst muß man in der einst menschenleeren Dorfmitte einen Parkplatz suchen.<br />
Wir untersuchten die monetäre Auswirkung und verglichen die konventionelle Berechnung des Projektes mit unseren Berechnungsansätzen. So sieht das Projekt konventionell aus:<br />
Grundstückskauf und Erschliessung durch Gemeine Bollschweil: 450.000.-  Euro<br />
Investitionen Genossenschaft:                                                                      300.000.- Euro<br />
8000 ehrenamtliche Stunden à 30.-                                                           240.000.- Euro<br />
Investitionssumme                                                                                            <strong>990.000.-  Euro</strong><br />
Jahresumsatz (Soll)                                                                                            500.000.- Euro<br />
Die Gemeinde hat das Gasthaus auf Erbpacht abgegeben, was die noch niedrigen Zinskosten der Kommune erwirtschaftet. Man rechnet mit etwa 5 Vollzeitstellen, regionalem Einkauf (Brot, Fleisch, Gemüse, Wein) und Synergieeffekten, da das Gasthaus gleichzeitig Versammlungssaal ist.<br />
Die 230 Genossenschaftsmitglieder (Schweizer hat selbst 3 Anteile gezeichnet) der Gemeinde mit 1970 Einwohnern, darunter 450 Minibürger unter 18!, repräsentieren mit Familie, Freunden und Kollegen bereits die für den wirtschaftlichen Betrieb notwendige Basis.<br />
<a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/160520101349.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-264" title="160520101349" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/160520101349-300x225.jpg" alt="160520101349" width="300" height="225" /></a>Aber all das würde nichts helfen, wenn im Bolando der Weisswein warm, das Bier abgestanden, das Brot schlecht wären. Selbst gastronomische Fachleute im verwöhnten Markgräfler Land zwischen Freiburg und Basel tun sich sehr schwer, Qualität zu leisten und kontinuierlich zu erhalten.<br />
Wir konnten uns an einem Sonntagnachmittag anhand des Regionalgerichtes &#8220;Elsässer Wurstsalat&#8221; mit Brot und einem Sauvignon Blanc davon überzeugen, dass alle Bestandteile von höchster Qualität waren.<br />
Ausreichend Küchen- und Servicepersonal sorgten dafür, dass das Gasthauskonzept &#8220;Essen und Trinken wann man will&#8221; aufgeht, das allein vermag, eine Frequenz zu erzeugen.</p>
<div id="attachment_268" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/160520101355.jpg"><img class="size-medium wp-image-268" title="160520101355" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/160520101355-300x225.jpg" alt="160520101355" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Unscheinbar von außen, innen elegant </p></div>
<p>Bürgermeister Schweizer: &#8220;Seit das Bolando hier ist, ist der Orstkern viel belebter. Das merken auch andere Gewerbe.&#8221; Nicht alle Bürger waren für das Gemeindeengagement. Noch immer, so Schweizer, seien etwa 30 Prozent skeptisch. Der entscheidende Erfolgsfaktor liegt aber nicht nur im erfolgreichen Bestehen gegen private Mitbewerber: &#8220;Wir müssen bereit sein, unser Geld in der eigenen Gemeinde zu lassen.&#8221;, stellt Schweizer fest.<br />
Von außen sieht das Gebäude eher aus, wie ein umgebauter Supermarkt. Im Innenraum verblüfft es durch gekonnte Details unter Verwendung von Naturstein, Stahl, Glas und Eiche.</p>
<div id="attachment_262" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/160520101346.jpg"><img class="size-medium wp-image-262" title="160520101346" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/160520101346-300x225.jpg" alt="160520101346" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Boden: Eiche massiv. Stühle: Eiche massiv. Tische: Eiche massiv.</p></div>
<p>Unsere Berechnung (verkürzte Zusammenfassung) geht davon aus, dass gegenwärtig 600 Wohnobjekte in Bollschweil stehen (1000 Haushalte), die &#8211; nach Rücksprache mit der Immobilienabteilung der Sparkasse-Staufen-Breisach (Bilanzsumme 2009: 1,05 Mrd. Euro) einen Marktwert von je Euro 270.000.- haben. Sie repräsentieren damit einen Gesamtwert von 160 Mio Euro.<br />
Für die meisten Besitzer ist die Immobilie eine Altersvorsorge, von der diese eine Rendite erwarten. Zwar erwirbt auch die Gemeinde Bollschweil Grundstücke für Einheimische, aber letztlich hängen die erzielten Preise von den Immobilien-, Arbeits- und Zinsmärkten ab.<br />
Je größer nun durch elektronische Medien und gleitende Arbeitszeit die Ortsunabhängigkeit wird, desto größer ist der Einfluß der einst als &#8220;weichen&#8221; Faktoren bezeichneten Größen wie Sozial- und Kulturleben, belebter öffentlicher (Erlebnis)Raum und persönliches Glücksempfinden.</p>
<div id="attachment_269" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Josef-Schweizer.jpg"><img class="size-full wp-image-269" title="Josef Schweizer" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/Josef-Schweizer.jpg" alt="Josef Schweizer" width="150" height="217" /></a><p class="wp-caption-text">Bürgermeister Josef Schweizer</p></div>
<p>Nicht nur Letzteres hat sich in Bollschweil erhöht: Durch die geringere Umschlagsgeschwindigkeit der Bestandsimmobilien (weniger Wegzüge, mehr Interesse an Zuzügen und Familienerweiterung) rechnen wir damit, dass Ende 2010, also ein Jahr nach Eröffnung des Bolando, der Wertzuwachs der Einzelimmobillien zwischen 2,5 und 4,5% liegen wird &#8211; und dies bei insgesamt sinkendem Bruttosozialprodukt, sinkendem Realeinkommen und erhöhter Arbeitslosigkeit im Landkreis Freiburg-Hochschwarzwald.<br />
Bereits bei einem mittleren Zuwachs von 2,5 Prozent hätten die Bollschweiler einen Vermögenszuwachs von 4 Mio Euro zu verzeichnen, das Zwölffache der investierten Genossenschaftsmittel. Willy Baur von  der Sparkasse Staufen-Breisach, selbst erfahrener Vorstand vieler Vereine, gibt allerdings zu bedenken: &#8220;Es ist zu fragen, ob sich nach diesem ersten Boom das ehrenamtliche Engagement auch hält.&#8221;<br />
Was nach unserer Untersuchung bleibt, ist die Frage, ob und wie insbesondere die Immobilienmärkte durch bürgerschaftliches Engagement beeinflusst werden.</p>
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		<title>&#8220;Es gibt so etwas wie einen Gemeinwesengeist&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 11:46:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[- diese Aussage stammt von Peter Sloterdijk. Im Gespräch mit Frank A. Meyer auf SF 2 erläutert er, warum er nicht davon überzeugt ist, dass der Mensch von Natur aus egoistisch sei. Selbst den angeblichen Lustgewinn durch einen &#8220;faustischen&#8221; (Sloterdijk) Egoismus, der sich jedem rationalen Zugang verweigert, stellt der Karlsruher Liberale in Frage: &#8220;Die Wirtschaftswissenschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>- diese Aussage stammt von Peter Sloterdijk. Im Gespräch mit Frank A. Meyer auf SF 2 erläutert er, warum er nicht davon überzeugt ist, dass der Mensch von Natur aus egoistisch sei. Selbst den angeblichen Lustgewinn durch einen &#8220;faustischen&#8221; (Sloterdijk) Egoismus, der sich jedem rationalen Zugang verweigert, stellt der Karlsruher Liberale in Frage: &#8220;Die Wirtschaftswissenschaft hat nicht begriffen, dass Menschen noch mehr Genugtuung erleben, wenn sie <em>geben</em>.&#8221;</p>
<p><object style="width: 640px; height: 386px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100" height="100" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="quality" value="high" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/b81d681a-b602-4c63-a1de-19b67f64d545" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="width: 640px; height: 386px;" type="application/x-shockwave-flash" width="100" height="100" src="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/b81d681a-b602-4c63-a1de-19b67f64d545" allowfullscreen="true" quality="high"></embed></object></p>
<div id="attachment_246" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/sloterdijk.jpg"><img class="size-medium wp-image-246" title="sloterdijk" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/sloterdijk-300x199.jpg" alt="sloterdijk" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Selten, aber nicht unmöglich: Wenn empirische Sozialforschung einen Befund von Dr. Sloterdijk bestätigt</p></div>
<p>Als wir im November 2009 vom Kanton Basel-Stadt den Auftrag bekamen, Art und Umfang dessen zu erforschen, was Menschen Menschen bereit sind, ohne Vergütung zu geben, stellten wir deshalb eine Frage in den Mittelpunkt: &#8220;Welche Dienste und Leistungen bieten Sie anderen kostenlos an?&#8221;. 303 von 760 befragten Vereinen und Institutionen, Initiativen und Einrichtungen antworteten.<br />
19 Menschen portraitierten wir doppelt: literarisch (Alexander Dill) wie fotografisch mit dem Basler Fotografen Andi Cortellini. Und hier ist das Ergebnis: <a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Sozialer-Reichtum-in-Basel.pdf">&#8220;Goldene Stunden &#8211; Freiwillige als sozialer Reichtum Basels&#8221;.</a></p>
<p> Am 26.04.2010 wird im <a href="http://www.mitte.ch">Unternehmen Mitte </a>die Studie bei einer Podiumsdiskussion von 17 Uhr bis 18.30 Uhr vorgestellt:<br />
<strong><br />
Goldene Stunden &#8211; Freiwillige als sozialer Reichtum Basels<br />
</strong>Es diskutieren: Guy Morin, Präsident des Kantons Basel-Stadt<br />
                               Detlef Wendt, Bundesvorsitzender Ökosoziales Forum Deutschland, Erfurt<br />
                               Silvia Schenker, Nationalrätin der SP, Basel<br />
                               Beate Eckhardt, Geschäftsführerin Swiss Foundations, Zürich<br />
Moderation:     Josha Frey, Kantons- und Stadtentwicklung</p>
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		<title>Drei aktuelle deutsche Gemeingüterinterpretationen &#8211; eine Sammelrezension</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 21:06:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Rede über Gemeingüter hat das grundsätzliche Problem, dass niemand definieren kann, was Gemeingüter sind und was nicht, ohne dabei das Gemeingut des freien Denkens und damit Definierens zu verletzen. Seit der Nobelpreisvergabe an Elinor Ostrom wird im deutschsprachigen Raum öfters über Gemeingüter gesprochen. Der sperrige Begriff behindert bisher allerdings größere Öffentlichkeit. Eine Annäherung: Das, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: left;">
<p>Die Rede über Gemeingüter hat das grundsätzliche Problem, dass niemand definieren kann, was Gemeingüter sind und was nicht, ohne dabei das Gemeingut des freien Denkens und damit Definierens zu verletzen.</p>
<div id="attachment_190" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/06102009595.jpg"><img class="size-medium wp-image-190" title="06102009595" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/06102009595-300x225.jpg" alt="Der Begriff &quot;Gemeingüter&quot; ist kein Ärgernis, sondern trägt meist zum sanften Entschlummern bei..." width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Der Begriff &quot;Gemeingüter&quot; ist kein Ärgernis, sondern trägt meist zum sanften Entschlummern bei...</p></div>
<p>Seit der Nobelpreisvergabe an Elinor Ostrom wird im deutschsprachigen Raum öfters über Gemeingüter gesprochen. Der sperrige Begriff behindert bisher allerdings größere Öffentlichkeit. Eine Annäherung: Das, was man ohnehin bisher vertritt, als Gemeingüter-Diskurs neu interpretieren. Das schafft auf jeden Fall awareness, Aufmerksamkeit, und wird zu dem Punkt führen, wo eine Gemeingüter-Debatte beginnen könnte.</p></div>
<p>In dieser Frühphase des talk commons legte die <a href="http://www.gls.de/"><span style="color: #000000;"><span style="text-decoration: none;">GLS-Bank aus Bochum</span></span></a> im Rahmen ihrer Werbekampagne eine Farbbroschüre in den ICE aus. Unter dem Titel <a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Gemeingüter-neu-entdecken-GLS-Bank.pdf"><span style="color: #000000;"><span style="text-decoration: none;"><em><span style="color: #ff0000;">Gemeingüter neu entdecken</span></em> </span></span></a>berichtet die Bank aus ihrer Förder- und Finanzierungspraxis.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/GLSBank_Header_neu4.jpg"><span style="color: #000000;"><span style="text-decoration: none;"><img title="GLSBank_Header_neu4" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/GLSBank_Header_neu4-300x116.jpg" alt="Auf dem Weg in den Gemeingüterkapitalismus: Die Bochumer GLS-Bank investiert in Saatgutfonds" width="300" height="116" /></span></span></a><p class="wp-caption-text">Die GLS Bank finanziert Saatgutfonds</p></div>
<dl></dl>
<p class="wp-caption-dt">Im Vorwort führt die Chefredakteurin Katrin Schaefer folgende Gemeingüter auf: Wasser, Boden, Saatgut, Atmosphäre und Wissen. Dies ist durchaus zeitgemäß, denn der Kampf gegen Patente jeder Art, insbesondere auf Pflanzen und Tiere, ist ein Kernanliegen der grünen Agrarbewegung. Dass allerdings lizenzfreie Open Source Software auch zu den Gemeingütern zählen soll, weist darauf hin, dass es hier mehr um Verteilungsgerechtigkeit, als um Gemeingüter geht. Anders gesagt: Die Klugen und Cleveren (Patente und Lizenzen), die Reichen und Mächtigen (Grundeigentum und Kapital) sollen ihre Werte mit der Gemeinschaft teilen.<br />
Dazu müssen diese Werte aber erst einmal geschaffen werden. Natürliche Gemeingüter wie Atmosphäre, Boden und Wasser zeichnen sich aber dadurch aus, dass sie bereits ohne Mitwirkung des Menschen geschaffen sind.<br />
Es besteht so eine Differenz zwischen natürlichen &#8211; wenn man so will: gottgeschaffenen &#8211; und sozialen, zwischen Menschen geteilten Gemeingütern. Diese Trennung ist in der bisherigen Gemeingüterforschung nicht gemacht worden.<br />
Gemeingüter gelten heute als beliebiges Synonym für alles, was man gerne auch und möglichst umsonst hätte: bedingungsloses Grundeinkommen, kostenlose Bildung, freie Software, kostenlose Kinderbetreuung, Altersvorsorge und natürlich Gesundheit, saubere Luft und Gewässer, gesunde Bionahrung und Artenvielfalt.</p>
<p>Die GLS-Bank ist aber in ihrer Förderpraxis weitaus näher an echten Gemeingütern dran, indem sie selbst in die biologische Landwirtschaft investiert, so auch in alternative <a href="http://www.saatgutfonds.de/">Saatgutforschung</a>. Die Investition in einen Saatgutfonds könnte durchaus lohnenswert sein &#8211; allerdings nur, wenn dieses hochwertige Saatgut anschließend auch hochwertig vergütet wird.<br />
Fazit: Die GLS-Bank redet nicht nur, sie tut auch etwas und entwickelt neue Kapitalmarktprodukte zur Finanzierung von Gemeingütern.</p>
<div id="attachment_277" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/019_19.JPG"><img class="size-medium wp-image-277" title="019_19" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/019_19-300x200.jpg" alt="019_19" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Jahrzehnte hielt man Fernsehen für ein zu schützendes Gemeingut. Das Ergebnis war werbefinanziertes, niveauloses Free TV.</p></div>
<p>Unter dem Titel <a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Gemeingueter_Report_Commons.pdf"><em>Gemeingüter &#8211; Wohlstand durch Teilen</em></a> versammelt die deutsche <a href="http://www.boell.de/">Heinrich-Böll-Stiftung</a> auf 52 Seiten jene Themen, die bereits in dem Sammelband <em>Wem gehört die Welt?</em> , der freundlicherweise selbst als <a href="http://www.boell.de/downloads/economysocial/Netzausgabe_Wem_gehoert_die_Welt.pdf">kostenloser Download </a>zur Verfügung gestellt wird, als Gemeingüteranliegen identifiziert wurden: Überfischung, Genpatente, Weltklima, lizenzpflichtige Software, kostenlose AIDS-Medikamente, öffentlicher Raum.</p>
<p>Im Mittelpunkt des Diskurses steht der Schutz der Gemeingüter vor ihrer Zerstörung durch &#8220;das Kapital&#8221; bzw. durch private Schutzinteressen. Dieser Antagonismus ermöglicht eine Ausdehnung schutzbedürftiger Gemeingüter z.B. auf den Schutz vor Werbung: &#8220;Werbung stört und zerstört.&#8221; , kann man auf Seite 35 lesen. Auch die Werbung der GLS-Bank für Gemeingüter?</p>
<p>Die Schutzbedürftigkeit als Grundeigenschaft der Gemeingüter führt dann logischerweise zur Frage der Schutzmethoden, wobei hier einerseits Gesetze und Verbote empfohlen werden, um Gemeingüter vor privaten Interessen zu schützen, umgekehrt Gesetze, etwa Urheber- und Patentgesetze aufgehoben werden sollen, um diese geistigen Güter zu Freeware zu deklarieren. Neben exotischen Schlagworten aus eingeweihten Aktivistenzirkeln wie &#8220;Gemeine Peer-Produktion&#8221; findet sich in dem Papier nur ein empfohlenes Praxisbeispiel aus dem deutschsprachigen Raum: die Re-Kommunalisierung der Hamburger Stadtwerke.</p>
<p>In der Freien und Hansestadt Hamburg regiert die GAL mit, deren Mutterpartei Die Grünen Trägerin der Heinrich-Böll-Stiftung ist. Da die Energieversorgung aber ein voll kostenpflichtiger Dienst ist, dessen Bezahlung von der grünen Regierung mit Gerichtsvollziehern betrieben wird, ist zumindest diskutabel, ob Strom wirklich zu den Gemeingütern zählt.</p>
<div id="attachment_183" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Kohlekraftwerk.jpg"><img class="size-medium wp-image-183" title="Kohlekraftwerk" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/Kohlekraftwerk-300x224.jpg" alt="Für die Grünen zählt Strom als Gemeingut - 14 Milliarden Euro hat die rot-grüne Regierung in 7 Jahren für die Steinkohleverstromung ausgegeben " width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Für die Grünen zählt Strom als Gemeingut - 14 Milliarden Euro hat die rot-grüne Regierung in 7 Jahren für die Steinkohleverstromung ausgegeben </p></div>
<p>Sieben Jahre lang hat die rot-grüne Bundesregierung die deutsche Steinkohleverstromung mit 2 Milliarden Euro pro Jahr subventioniert, 14 Milliarden flossen insgesamt. Im gesamten Zeitraum hat die Heinrich-Böll-Stiftung endlose Konferenzen für regenerative Energien veranstaltet und Appelle zu deren Nutzung veröffentlicht.<br />
Der Gemeingüterreport hinterläßt einen ähnlichen Eindruck: viele Schlagworte und Appelle, keine Beispiele für die praktische Umsetzung einer Gemeingüterwirtschaft in Deutschland.</p>
<p>Viel historisch wertvolle Geschichte des US-Commons-Diskurses, aber keine Anwendungen für Mitteleuropa. Fazit: Die Commons erscheinen so gross und unendlich, dass man selbst keinen Mitmachansatz mehr ausser der Unterzeichnung von Appellen findet.</p>
<p>Wer sich ein bißchen mit freiwilliger bzw. ehrenamtlicher Arbeit beschäftigt, wird sich vielleicht fragen, warum sich die langjährigen Marktführer in diesem Bereich, die beiden Kirchen bisher nicht zu den Gemeingütern gemeldet haben.<br />
Sie tun es auch jetzt nicht:<a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Report-Ökumenisches-Institut.pdf"> &#8220;Die Wirtschaft braucht neue Maßstäbe&#8221; </a>ist ihr 40-seitiger Report betitelt. Gemeingüter kommen darin nicht vor. Aber trotzdem: Anstatt ethische Sonntagspredigten zu halten, hat der Herausgeber, der <a href="http://www.eed.de/">Evangelische Entwicklungsdienst EED </a>das Institut für Ökonomie und Ökumene mit der Darstellung des Forschungsstandes der Bewertung von Volkswirtschaften beauftragt. Deshalb findet sich darin auch die gesamte Diskussion um das Bruttosozialprodukt und die bisherige Bewertung volkswirtschaftlicher Leistung sowie ein ausgezeichnetes Literaturverzeichnis. Als einziges deutsches Beispiel dient ein Bild vom Kölner Karneval mit der Bildunterschrift &#8220;Welchen Wert hat Brauchtumspflege?&#8221;. Interessanterweise kommen die kostenlosen kirchlichen Gemeingüter selbst gar nicht vor. Schade. Und noch ein deutsches Foto findet sich in dem Report: das einer Demonstration <em>gegen </em>deutsche Kohlekraftwerke.<br />
Fazit: Eine eher populärwissenschaftliche, erstklassige Einführung in die geforderte Miteinbeziehung von Glück, Lebenszufriedenheit und informeller Arbeit in die Bewertung einer Volkswirtschaft.<br />
Vorschlag: Alle drei PDFs in den Ordner &#8220;Gemeingüter&#8221; laden.</p>
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		<title>Welchen Wert haben Berufe für die Gemeinschaft?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 10:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[new economics foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Opportunitätskosten]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf unserer Suche nach verborgenen Werten ist es bereits deshalb sinnvoll, bisher nicht beachtete oder unterbewertete Güter zu suchen, weil damit nicht automatisch eine Abwertung vorhandener Hierarchien und Besitzstände verbunden ist. In dem Moment nämlich, wo wir letztlich eine Umverteilung oder Neuordnung aller Werte nahelegen, endet unsere wissenschaftliche Tätigkeit am Pokertisch der modernen Mediendemokratie. Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf unserer Suche nach verborgenen Werten ist es bereits deshalb sinnvoll, bisher nicht beachtete oder unterbewertete Güter zu suchen, weil damit nicht automatisch eine Abwertung <em>vorhandener</em> Hierarchien und Besitzstände verbunden ist. In dem Moment nämlich, wo wir letztlich eine Umverteilung oder Neuordnung aller Werte nahelegen, endet unsere wissenschaftliche Tätigkeit am Pokertisch der modernen Mediendemokratie.<br />
Eine besondere Heiligkeit stellt in den postmodernen Dienstleistungsgesellschaften die Bildung dar: Möglichst viele Hochschulabsolventen in gutbezahlten Beraterberufen soll sie produzieren. Was aber, wenn der Gemeinschaft gerade die Hochqualifizierten im Ergebnis mehr schaden als nutzen? Diese durchaus provokative Frage haben sich unsere Kollegen von der britischen <a href="http://www.neweconomics.org">new economics foundation</a> in London gestellt. Ihre Studie dazu ist soeben veröffentlicht worden und kann bei uns hier heruntergeladen werden: <a href="../wp-content/uploads/A_Bit_Rich.pdf">A_Bit_Rich</a></p>
<div id="attachment_163" class="wp-caption aligncenter" style="width: 299px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Putzfrau.jpg"><img class="size-full wp-image-163" title="Putzfrau" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/Putzfrau.jpg" alt="Völlig unterbewertet: Putzfrau im Krankenhaus" width="289" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Völlig unterbewertet: Putzfrau im Krankenhaus</p></div>
<p>Die Briten haben nun mit trockenem britischen Humor verschiedene Berufsgruppen und deren Bezahlung verglichen. Dann haben sie anhand der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Opportunit%C3%A4tskosten"><em>Opportunitätskosten</em></a> errechnet, welchen Gewinn oder Verlust die Gemeinschaft macht, wenn diese Tätigkeit<em> nicht </em>ausgeführt wird. Die Behandlung von Krankenhausinfektionen etwa kommt die Gemeinschaft derart teuer, dass Putzfrauen ein Mehrfaches ihres kargen Lohnes wert sind. Steuerberater, dotiert zwischen 75.000 und 200.000 Pfund im Jahr, dagegen verursachen im Königreich einen Jahresverlust von 25 Milliarden Pfund. Auch Werbeleute kommen nicht gut weg. Dagegen wird Kinderbetreuung als wertvolle Schlüsselaufgabe angesehen.<br />
All diese Betrachtungen aber gehen im Bruttosozialprodukt unter, denn bisher gibt es keinen Ansatz, Opportunitätskosten in Preisen oder Löhnen in wirtschaftliche Realität zu verwandeln. Und es wirft auch eine ganz andere Frage auf: Werden Männer tatsächlich noch mit 60-Stunden-Wochen und durchgemachten Nächten als Finanz-, Steuer- und Werbeberater ihr Leben vergeuden, wenn sie als angestellte Putzfrau 100.000 Pfund, als Teilzeit-Kindergärtner 50.000 Pfund verdienen können? Am Ende könnte es ja so sein, dass immer wieder prestigereiche Berufe besser bezahlt und sozial privilegiert sind. Dann landet der Frust über fehlende Anerkennung und Bezahlung an anderer Stelle. Auch das verursacht Opportunitätskosten, die noch berechnet werden müssten.</p>
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		<title>Wieviel ist ein Bürgerradio mit 80 Reportern wert? Debatten beim Ökosozialen Forum in Erfurt</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 10:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Einladung von Detlef Wendt, Bundesvorsitzender des Ökosozialen Forums Deutschland, hielt Alexander Dill am 25. November 2009 einen Vortrag über die Bewertung von Gemeingütern in Erfurt. Anschließend debattierten Abgeordnete der Fraktionen im Thüringer Landtag (Videocasts werden noch erstellt). Der Philosoph Roland P. Ropers und der Moderator der Podiumsdiskussion, Carsten Rose vom Thüringer Freien Rundfunk führten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Einladung von Detlef Wendt, Bundesvorsitzender des <a href="http://www.oesf.de">Ökosozialen Forums Deutschland</a>, hielt Alexander Dill am 25. November 2009 einen Vortrag über die Bewertung von Gemeingütern in Erfurt. Anschließend debattierten Abgeordnete der Fraktionen im Thüringer Landtag (Videocasts werden noch erstellt).</p>
<div id="attachment_143" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Erfurt-Radio-Dill-Ropers-Rose26.11.-2009.jpg"><img class="size-medium wp-image-143" title="Erfurt Radio Dill-Ropers-Rose26.11. 2009" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/Erfurt-Radio-Dill-Ropers-Rose26.11.-2009-300x200.jpg" alt="Ungewohnte Meinungen: Alexander Dill, Moderator Carsten Rose und Transformationsphilosoph Ronald Roper" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Ungewohnte Meinungen: Alexander Dill, Moderator Carsten Rose und Transformationsphilosoph Ronald Roper</p></div>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: left;">
<p>Der Philosoph Roland P. Ropers und der Moderator der Podiumsdiskussion, Carsten Rose vom <a href="http://www.radio-frei.de">Thüringer Freien Rundfunk</a> führten dazu eine Radiodebatte, die als <a href="http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&amp;ksubmit_show=Artikel&amp;kartikel_id=2602">Podcast</a> bereits online ist. Provozierend fragte Rose, ob man mit gemeinsamem Singen und Spazierengehen die Probleme der Finanzkrise lösen könne, was Dill mit dem Hinweis auf den Wert einer intakten Sozialstruktur bejahte. Als es auf die Verantwortung des Nordens für das Elend des Südens kam, vertraten sowohl Ropers wie Dill die These, es gäbe auch gesunde Länder dort und Geldtransfer könne die Probleme dieser Staaten nicht lösen.</div>
<div id="attachment_144" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/26112009904.jpg"><img class="size-medium wp-image-144" title="26112009904" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/26112009904-300x225.jpg" alt="Von Wegen Tod des Rundfunks: Bereits um 9 Uhr früh sind die Räume von Radio F.R.E.I gut gefüllt." width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Von Wegen Tod des Rundfunks: Bereits um 9 Uhr früh sind die Räume von Radio F.R.E.I gut gefüllt.</p></div>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: left;">
<p>Mit 80 ehrenamtlichen Korrespondenten, darunter auch Seniorenreporter, bildet Radio F.R.E.I in Erfurt selbst ein Beispiel dafür, wie wertvoll soziale Gemeingüter sind. Wir waren überrascht, am Donnerstag Morgen um 9 gutgefüllte Räume und Studios vorzufinden. Den Gesamtwert des durchgehend gesendeten Programms, das auch Musik umfasst, könnte man auf mindestens 3 Mio Euro pro Jahr schätzen &#8211; das wäre mehr, als das <a href="http://www.mitte.ch">Unternehmen Mitte </a> in Basel kommerziell mit Caféhaus, Restaurant und Raumvermietung umsetzt.</p>
<p>Bedenkt man, dass Erfurt zwei Kriege und drei Währungsreformen erlebt hat, ist dieser soziale Reichtum die Basis, auf der sich eine stabile Realwirtschaft entwickeln kann. Es wäre nicht überraschend, wenn in Thüringen, wo es keine internationale Finanzwirtschaft gibt, deren Transaktionen das <a href="http://http://www.insm-regionalranking.de/2009_bl_thueringen_i_bip-je-einwohner.html">BIP pro Kopf</a> erhöhen können, die Gemeingüter mehr wert wären, als die um die Kreditaufnahme und die Transferleistungen reduzierten Wirtschaftsumsätze. Damit würde sich die schlechte Einstufung Thüringens durch die <a href="http://www.insm-regionalranking.de/2009_bl_thueringen_i_bip-je-einwohner.html">Initiative Soziale Marktwirtschaft</a>, die nur Jena ein bißchen Umsatz zugesteht, als weltfremde Ideologie erweisen, denn es kann doch wohl unmöglich das volkswirtschaftliche Ziel dieser gering bewerteten Landkreise sein, aus hoch bewerteten Landkreisen Unternehmen abzuwerben, um dann dort ein Sinken zu bewirken. Insofern ist es an der Zeit, die positiven Werte der Kreise zu erheben und herauszustellen, anstatt sie mit Starnberg oder Böblingen zu vergleichen.</div>
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		<title>Große Gemeingüter gleich um die Ecke</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 00:16:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Man muss nicht in den Amazonas, die Sahara oder die Antarktis fahren, um wertvolle Gemeingüter zu entdecken. Es reicht bereits, über die Brücke nach Kleinbasel zu spazieren und dort am Rheinufer zu baden, zu essen oder zu dösen. Das ist völlig kostenlos. Was nicht kostenlos ist, ist trotz Creative Commons dieses Bild (für die Großversion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss nicht in den Amazonas, die Sahara oder die Antarktis fahren, um wertvolle Gemeingüter zu entdecken. Es reicht bereits, über die Brücke nach Kleinbasel zu spazieren und dort am Rheinufer zu baden, zu essen oder zu dösen. Das ist völlig kostenlos. Was nicht kostenlos ist, ist trotz Creative Commons dieses Bild (für die Großversion bitte anklicken):</p>
<p><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Basel-Rhein.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-106" title="Basel-Rhein" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/Basel-Rhein-300x101.jpg" alt="Basel-Rhein" width="300" height="101" /></a><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Basel-Rhein.jpg"></a></p>
<p>Es stammt von den offensichtlich talentierten Fotografen Günther Borgemeister und Thomas Mottl, die es unter der Internetadresse <a href="http://swiss-landmarks.ch/panos/Basel-Rhein.jpg">http://swiss-landmarks.ch/panos/Basel-Rhein.jpg</a> online gestellt haben.</p>
<p>Wie aber bemisst sich der Wert der kostenlosen Rheinnutzung? An dem Preis für den Eintritt in einem Freibad? Oder an dem Preis für eine Tagestour an den Lago Maggiore incl. Benzin, Maut und Zeitaufwand? Wir sehen, der Wert eines längeren Rheinbesuches kann sehr unterschiedlich ermittelt werden. Die Anfahrt kann für ein Freizeit- und Erholungsvergnügen erheblich aufwendiger sein, als das dann genutzte Gemeingut. Wir kennen das aus der Geiz-ist-geil Diskussion im Handel. Manche Menschen fahren dann 150 Kilometer mit dem Auto, um 14 Euro oder Franken zu sparen. Inklusive der aufgewendeten Zeit ist dies ein Verlustgeschäft. Das Gefühl des Sparens scheint aber diesen Verlust aufzuwiegen.<br />
Die Gemeingüter gleich um die Ecke bieten für Jedermann ein Erlebnis, das man sich so spontan nur schwer anderswo organisieren kann. Die Bewohner ganzer Ballungszentren &#8211; etwa die Münchner &#8211; geben als Grund für die Wahl ihres Wohnortes an, sie seien von München aus <em>so schnell</em> in den Bergen, also bei den kostenlosen Gemeingütern:</p>
<p><a href="http://commons.ch/wp-content/uploads/Stau-auf-dem-Weg-in-die-Alpen.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-108" title="DEU BY VERKEHR REISEVERKEHR" src="http://commons.ch/wp-content/uploads/Stau-auf-dem-Weg-in-die-Alpen-212x300.jpg" alt="DEU BY VERKEHR REISEVERKEHR" width="212" height="300" /></a></p>
<p>Dieses Phänomen wird seit 1968 als die <em>Tragödie der Gemeingüter</em> bezeichnet, die darin besteht, dass sie übernutzt und letztlich durch die Nutzung zerstört werden. Mobilität beeinhaltet Entscheidungsfreiheit. Das Reiseziel darf frei gewählt werden. Wenn Zehntausende das gleiche Ziel wählen, sind Stillstand und Stau die Folge. Die Individualität erzeugt ihr Gegenteil. Die Alternative: Gemeingüter gleich um die Ecke.</p>
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